Persönlich

Persönlich

Mit sechs Jahren bin ich zum ersten Mal auf einem Snowboard gestanden. Animiert dazu hat mich mein älterer Bruder Dominik und wie sollte es auch anders sein, es hat mir gleich sehr gut getaugt und so wurden für immer die Ski gegen das Snowboard ausgetauscht.


In meiner Heimat Prien am Chiemsee durchlief ich die klassische Schulkarriere: Besuch der Grundschule, Wechsel aufs Gymnasium. Das Abitur habe ich 2005 an der Fachoberschule in Rosenheim gemacht.


Dazwischen habe ich 2001/2002 ein Auslandsjahr in Livigno eingelegt. Auch um die Kenntnisse in meiner Lieblingssprache italienisch zu verbessern.


Nach dem Abi begann ich eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Bad Endorf. Dort waren die Bedingungen, eine berufliche Ausbildung absolvieren und den Sport auf höchstem Niveau betreiben zu können am besten. Seit September 2010 bin ich Polizeimeisterin. Also nehmt euch in Acht, wenn „Special Agent Loback“ unterwegs ist.


Mit zu meinem Leben gehört auch noch mein Hund Fritzi, ein kleines Italienisches Windspiel. Einen besseren Laufpartner kann man sich gar nicht vorstellen.

Sportlich

Sportlich

Zwei Jahre nach meinen ersten Versuchen auf dem Snowboard habe ich meine ersten Rennen bestritten. Ich konnte mich gleich auf den vorderen Rängen platzieren. Im Alter zwischen acht und 14 Jahren konnte ich so gut wie jedes Kinder- und Jugendrennen für mich entscheiden. Insofern war es keine große Überraschung, dass ich mit 15 Jahren sofort den Sprung in den C-Kader bzw. die Junioren-Nationalmannschaft geschafft habe.


Zu meinem Abschied bei den Junioren konnte ich in Korea Vize-Weltmeisterin der Juniorinnen im Parallelriesenslalom werden. Dabei war ich nach einem Trainingssturz zwei Tage vor dem Rennen gehandicapt. Die Diagnose unseres Arztes lautete: zertrümmertes Daumengelenk. Doch das konnte mich nicht bremsen, schließlich lautet mein Motto: Was einen nicht umbringt, macht einen nur härter!


Vier Jahre habe ich der Junioren-Nationalmannschaft angehört, 2006 folgte die Beförderung in die deutsche Snowboard-Nationalmannschaft und ins Weltcup-Team. Höhepunkt meiner ersten kompletten Weltcup-Saison waren die Weltmeisterschaften in Arosa. Mit den Plätzen sieben und elf war ich schon mal zufrieden, aber das geht besser.


In jedem Jahr wurde ich ein bisschen besser, kletterte in der Rangliste Platz um Platz nach oben. Ich arbeitete hart an mir und meinen Schwächen.


Dass ich mich für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver bzw. Whistler qualifizieren konnte, war eine große Belohnung. Aber nur dabei sein wollte ich nicht. Leider lief es dann in den Wettkämpfen alles andere als nach meinen Vorstellungen. Weil die Saison davor sehr vielversprechend verlaufen war, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Platz 15 – ich hatte mehr von mir erwartet.


Doch das Erlebnis Olympische Spiele ist zu einzigartig. Das will ich noch einmal erleben. Deshalb nehme ich die gesammelten Erfahrungen mit ins tägliche Training und werde mich noch ein wenig mehr reinhängen. Um dann 2014 in Sotschi alles besser zu machen.


Vielleicht klappt, was mit Ende Januar 2013 gelungen ist. Bei den Weltmeisterschaften in Stoneham (Kanada) konnte ich mir meinen ganz persönlichen Traum erfüllen:

 

GOLD – WELTMEISTERIN im PGS


Der Lohn für alle Mühen. Nach so vielen harten, aber auch schönen Jahren und sehr sehr viel benötigter Geduld (nicht eine meiner Stärken) habe ich ein erstes Ausrufezeichen in meiner Karriere setzen können. Ich hoffe, es folgen noch viele. Auch für den Deutschen Snowboardverband war es ein historischer Erfolg: Erstes WM-Gold bei den Frauen in der olympischen Disziplin PGS. Den letzten WM-Titel für Deutschland hatte Markus Ebner 1999 geholt. 

Karriere

Karriere

Meine Karriere verlief bis jetzt nicht immer nach Plan. Viele Rückschläge, sportlich, aber auch im familiären Bereich, musste ich wegstecken, aber sie haben mich zu dem Menschen und zu der Bella gemacht, die ich jetzt bin. Ich war und bin schon immer eine Kämpfernatur, wenn auch eine sehr sensible. Ich weiß ganz genau, wo meine Stärken liegen und behalte meine Ziele und Träume stets im Auge. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze (Widder), dann erreiche ich es auch, auch wenn ich dafür ab und zu einige Umwege in Kauf nehmen muss. Aber diese sind manchmal gerade die besonderen Wege, wo man Neues erlebt und viele tolle, interessante Menschen trifft und Erfahrungen sammeln kann.


Ich bin kein Mensch nach Schema F, ich bin die Bella, wie sie leibt und lebt: impulsiv, will manchmal mit dem Kopf durch die Wand, habe das Herz auf der Zunge, liebenswert, ungeduldig, stur, bin auch immer für einen Scherz bereit (Selina muss manchmal leiden :-) )

Steckbrief

Steckbrief

NicknameBella, Lisl, Special Agent Loback
GeburtsortPrien am Chiemsee/ GER
WohnortPrien
SchulabschlussAbitur
BerufPolizeimeisterin (Bundespolizei)
SprachenDeutsch, Englisch, Italienisch
HobbiesZu finden am See, in den Bergen, am Strand oder beim Shoppen, Naturkind, Lesen, Hund Fritzi
LieblingsessenPasta e Basta...Schokolaaaadeeee (Naschkatze)
LieblingsmusikStimmungsabhängig, also alles :-)
LieblingsautorenRita Falk, Karen Rose
FilmLa Vita e Bella
LieblingsstreckenCadrona Alpine Resort (NZ), Livigno (ITA), Whistler (CAN)
LieblingsstadtVancouver (CAN)
Urlaub am liebsten inDer Südsee... Palmen, Sonne, Sandstrand, Caipi ;-)
StatementMit Willenskraft und dem Glauben an sich selbst, kann man Alles erreichen